Wochenrückblick 03. Juli bis 09. Juli 2010

DIE LINKE Brandenburg in Aktion

 

Liebe Genossinnen und Genossen,

zum Aufreger der Woche wurde erwartungsgemäß der Bericht zur geplanten Polizeireform in Brandenburg. Ein genauer Blick in den Bericht lohnt und zeigt, dass die Schließung einer Polizeiwache längst nicht heißen muss, dass dann kein Polizist mehr vor Ort ist. Die Debatte zu den Vorschlägen ist damit eröffnet.

Kurz vor der Sommerpause gibt es aus der Brandenburger Landespolitik  noch eine Reihe von guten Nachrichten zu vermelden, was man von der Bundesregierung in dieser Woche nicht sagen konnte. Sie zeigte mit den Vorschlägen zur Gesundheitspolitik und dem Kürzungshaushalt für 2011, dass ihr nicht mehr einfällt, als den kleinen Leuten in die Tasche zu greifen. Rot-Rot zeigt – es geht  auch anders. Zumindest das macht doch Mut!

Herzliche Grüße

Thomas Nord

Landesvorsitzender

 

Innenminister Speer stellte Bericht zur Polizeireform vor

Brandenburgs Innenminister Rainer Speer (SPD) hat am Mittwoch die Eckpunkte der geplanten Polizeistrukturreform vorgestellt. Alles Infos dazu findet man auf der Homepage der Landesregierung. Demnach soll die Zahl der Stellen von derzeit 8.900 auf 7.000 im Jahr 2020 sinken. Zudem wird es künftig nur noch ein Landespolizeipräsidium geben. Die bisherigen 15 Schutzbereiche werden zu vier Polizeidirektionen zusammengefasst, die Zahl der 50 Wachen auf mindestens 15 reduziert. Speer begründete sein Vorhaben mit der sinkenden Bevölkerungszahl und Sparzwängen. Zudem sei die registrierte Kriminalität im Land von 1996 bis 2009 um rund ein Drittel zurückgegangen. Speer betonte, dass eine  "wahrnehmbare Polizeipräsenz" erhalten bleiben solle. Er sagte, der Streifendienst werde auch mit weniger Personal in vollem Umfang aufrechterhalten. Eine von Speer eingesetzte Expertenkommission hatte die Reform ein halbes Jahr lang vorbereitet. Der innenpolitische Sprecher der LINKEN, Hans-Jürgen Scharfenberg, betonte in einer Erklärungdie Polizei werde auch in Zukunft bürgernah arbeiten können, in der Fläche präsent sein und die Interventionszeiten gleichhalten“.

 

Linke will ÖBS auf Bundesebene absichern

Mit einer Bundesratsinitiative will die Linksfraktion im brandenburgischen Landtag das von der rot-roten Landesregierung geplante Förderprogramm für Arbeitslose absichern. Dabei sei ein gemeinsames Vorgehen mit Berlin beabsichtigt, sagte der arbeitsmarktpolitischer Sprecher Andreas Bernig. Es müsse künftig auf Bundesebene möglich sein, sogenannte passive Leistungen des Staates mit Mitteln aktiver Arbeitsförderung zu kombinieren, um so reguläre Beschäftigung zu finanzieren. Neben Mecklenburg-Vorpommern hofft die märkische Linke auch auf Unterstützung durch Bremen.

 

Land schafft Reisefreiheit für Asylbewerber

Asylbewerber mit einer Aufenthaltsgenehmigung können sich künftig innerhalb von Brandenburg ohne Erlaubnis der Ausländerbehörden frei bewegen. Eine entsprechende Verordnung von Innenminister Rainer Speer (SPD) hat am Dienstag das rot-rote Kabinett verabschiedet. Nach Inkrafttreten der neuen Regelung sollen gemeinsam mit Berlin die Reisemöglichkeiten von Asylbewerbern und Geduldeten in das jeweilige Nachbarland per Erlass erleichtert werden.

 

Zugang zum Masterstudium wird erleichtert

Das Kabinett hat die so genannte kleine Novelle des Hochschulgesetzes beschlossen. Studenten soll der Zugang zu einem weiterbildenden Masterstudium erleichtert werden. Die Forderung nach Öffnung des Masters war von Studenten bei den Bildungsprotesten im vergangenen Jahr erhoben worden.

Erweitert werden auch die Möglichkeiten eines Teilzeitstudiums. Wenn Studenten nachweisen, dass ihnen derzeit ein Vollzeitstudium zum Beispiel wegen der Pflege von Angehörigen nicht möglich ist, können sie ein Teilzeitstudium beantragen. Der Entwurf wird dem Landtag zugeleitet. Der hochschulpolitische Sprecher der Linksfraktion, Peer Jürgens, begrüßte die Novelle. Sie sei ein „erster Schritt für ein besseres Hochschulland“.

 

Solidarität mit finanzschwachen Kommunen

In Brandenburg werden ab 2011 einkommensstarke Kommunen erstmals Abgaben für finanzschwache Gemeinden leisten. Im Entwurf für das Finanzausgleichgesetz sind 18 Kommunen aufgeführt, die die sogenannte Reichensteuer in Höhe von insgesamt 30 Millionen Euro zahlen sollen. Außerdem erhalten die kreisfreien Städte mehr Geld. In den Eckpunkten des Finanzministeriums ist außerdem vorgesehen, die Zuweisungen nicht nach den aktuellen Einwohnerzahlen zu berechnen, sondern die vergangenen drei Jahre zugrunde zu legen. Damit würde sich der Einwohnerrückgang langsamer in den Kassen niederschlagen. Vorgesehen ist außerdem, den Sonderfonds für notleidende Kommunen abzuschmelzen und einen zweistelligen Millionenbetrag daraus den Gemeinden zur Verfügung zu stellen. Mehr dazu

 

Datschen-Erlass ist in Kraft
Seit Montag gilt im Land Brandenburg ein Erlass zum Wohnrecht in Datschen. Ihn hatte das Infrastrukturministerium angekündigt, um den vielerorts herrschenden Streit um die Nutzung von Wochenendhäusern zu entschärfen. Gemeinsam mit einem „Hinweisschreiben“ der Oberen Bauaufsicht regelt er den Angaben zufolge unter anderem, wann ein dauerhaftes Wohnen in Datschen geduldet werden kann. Hier soll künftig im Einzelfall entschieden werden.

Linke nominiert Scharfenberg für OB-Wahl in Potsdam

Hans-Jürgen Scharfenberg ist von der Potsdamer Linken wieder zum Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl am 19. September nominiert worden. Der Landtagsabgeordnete erhielt auf einem Kreisparteitag in Potsdam 97,6 Prozent der Stimmen. Mehr unter www.dielinke-potsdam.de

  

Termine:

 

Dieser Wochenrückblick kann gern weitergeleitet werden. Anmeldungen, Hinweise und Anregungen bitte an lgf@dielinke-brandenburg.de

Mit freundlichen Grüßen
 
Maria Strauß
Landesgeschäftsführerin
 
DIE LINKE Brandenburg
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