Wochenrückblick 07.
Juni bis 11. Juni 2010
DIE LINKE Brandenburg
in Aktion

Liebe Genossinnen und Genossen,
die erste richtige Sommerwoche liegt hinter uns. Auch
politisch ging es dieser Tage mitunter heiß her. Auf Bundesebene wurde das
sogenannte Sparpaket der Bundesregierung vorgestellt. Union und FDP lassen Rentnerinnen
und Rentner, Arbeitslose, sozial Benachteiligte und Familien für die Zockerei
der Banken und Spekulanten bluten.
DIE LINKE hat Luc Jochimsen als Kandidatin für das
Amt der Bundespräsidentin vorgeschlagen. Für sie sind Frieden und soziale
Gerechtigkeit der Beurteilungsmaßstab von Politik.
In Potsdam steht
unser Finanzminister aufgrund der verkündeten Haushaltssperre weiterhin in der
Kritik. Ich halte es für wichtig an dieser Stelle deutlich zu machen, dass wir
trotz der schwierigen Haushaltslage zu den Verabredungen im Koalitionsvertrag
stehen. Das heißt u.a. der Betreuungsschlüssel in den KITAs wird verbessert und
auch die angekündigten Neueinstellungen von Lehrerinnen und Lehrern in
Brandenburg werden vollzogen.
Thomas Nord
Landesvorsitzender
Platzeck und
Christoffers kritisieren Sparpläne der Bundesregierung
Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) hat
das Sparpaket der Bundesregierung kritisiert. «Eines zeichnet sich bereits ab:
Die Lasten müssen die kleinen Leute tragen», sagte Platzeck am Montag in
Potsdam. Es sei schon fast zynisch, wenn die «Solidarität der Gesellschaft»
beschworen werde, gleichzeitig gerade aber die sozial Schwächeren zur Kasse
gebeten werden sollen. «Erwartet hätte ich ein klares Signal, Spitzeneinkommen
und Vermögende stärker zu belasten», sagte Platzeck. Das Mindeste wäre die
Rücknahme der «Steuergeschenke für Klientelgruppen» vom Beginn dieses Jahres
gewesen.Zuvor hatten bereits Wirtschaftsminister Ralf Christoffers und sein
Berliner Ressortkollege Harald Wolf (beide Linke) die Beschlüsse als
«wirtschaftspolitisch verfehlt und haushaltspolitisch kontraproduktiv»
bezeichnet. Mit den Plänen werde die «schwache Stabilisierungstendenz der
Konjunktur in Deutschland und Europa abgewürgt», sagten beide Politiker. Die
Bundesregierung kehre zum alten Instrumentarium «neoliberaler Angebotspolitik»
zurück.
Luc Jochimsen will
Friedensstifterin sein
Die Linkspartei schickt die frühere Fernsehjournalistin und
heutige Bundestagsabgeordnete Luc Jochimsen ins Rennen um das Amt des
Bundespräsidenten. Die 1936 geborene Jochimsen war sieben Jahre lang
Chefredakteurin des Hessischen Rundfunks. Vor der Nominierung hatte DIE LINKE
klargestellt, dass sie weder für den von Union und FDP vorgeschlagenen
niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff, noch für den von SPD und
Grünen früheren Stasiunterlagen-Beauftragten Joachim Gauck stimmen werde. DIE
LINKE stellt in der Bundesversammlung am 30. Juni 125 von 1.244 Wahlleuten. Jochimsen
will mit ihrer Kandidatur „täglich für mehr Frieden in der Gesellschaft
werben – innen wie außen.“ Die Kandidatur der profilierten Journalistin und
kulturpolitischen Sprecherin der Bundestagsfraktion wurde von den anwesenden
Abgeordneten der Partei einstimmig unterstützt.
Vergabegesetz in Arbeit
SPD und Linke in Brandenburg sehen das von ihnen angestrebte
Vergabegesetz auf einem guten Weg. Es sieht vor, dass nur solche Unternehmen
öffentliche Aufträge erhalten, die ihren Beschäftigten einen Mindestlohn von
7,50 Euro zahlen. Im September werde voraussichtlich ein "sehr guter
Kabinettsentwurf" vorliegen, sagte am Dienstag der Wirtschaftsexperte der Linksfraktion im
Landtag, Thomas Domres . SPD-Fraktionschef Dietmar Woidke räumte ein, dass das Einbeziehen der Kommunen noch
ein Problem ist. Dazu lasse die Regierung derzeit ein Gutachten erarbeiten. Die
von dem Gesetz vorgegebenen Standards müssten letztlich auch für die Kommunen
gelten und von ihnen kontrolliert werden.
Mindestlohn für
Agrar-Beschäftigte gefordert
Einen Mindestlohn von 8,50 Euro
fordert die Agrar-Gewerkschaft IG Bau Mark Brandenburg für die rund 11 900
Beschäftigten in der Landwirtschaft. Mittelfristig seien in der Branche sogar
zehn Euro Stundenlohn notwendig, erklärte IG-Bau-Bezirkschef RudiWiggert in Potsdam. "Auch wer keine spezielle
Ausbildung für die Landwirtschaft mitbringt, muss von der Arbeit, die er auf
dem Feld oder im Stall macht, leben können." Es müsse ein unteres
Lohnniveau festgeschrieben werden.
Justizminister plädiert
für Täter-Opfer-Ausgleich
Justizminister Dr. Volkmar Schöneburg plädiert dafür, die
außergerichtliche Schlichtungsmöglichkeit des Täter-Opfer-Ausgleichs (TOA)
stärker zu nutzen. Im vergangenen Jahr wurden – zumeist von
Staatsanwälten, Richtern, Rechtsanwälten und Polizeibeamten – landesweit
2450 TOA-Maßnahmen angeregt. Mit 3637 Vorschlägen für
einen TOA wurde der Höchststand im Jahr 2000 erzielt.
Aus Anlass der Eröffnung des 13. Forums für Täter-Opfer-Ausgleich unter der
Schirmherrschaft von Ministerpräsident Matthias Platzeck erklärt Justizminister
Schöneburg: „Der Täter-Opfer-Ausgleich ist ein wichtiges Instrument einer
modernen Kriminalpolitik. Wenn der Täter seine Schuld anerkennt und das Opfer
aufrichtig um Versöhnung bittet, kann der TOA dazu beitragen, dass das Opfer
seine Ängste überwindet und trotz erlittener Demütigung wieder ein normales
Leben führt. Im Gerichtsprozess, in dem die Bestrafung des Täters im Vordergrund
steht, kommt leider dieser für das Opfer wichtige Aspekt zwangsläufig oft zu
kurz.“
Hochwasserschutz bleibt
ein Aufgabe von Dauer
Aufgrund der hohen Wasserführung in der Warthe werden sich
die Wasserstände im Oderbruch und der Uckermark nur sehr langsam
verringern", sagt Umweltministerin Anita Tack (Linke). Nachdem die neuen
Hochwasserschutzanlagen ihre erste Bewährungsprobe bestanden haben, geht es nun
darum auch die wenigen unsanierten Deichabschnitte zu erneuern. „Zudem
wollen wir den Flüssen mehr Raum geben und müssen im Rahmen der
Hochwasserrisikomanagementpläne dafür weitere potentielle
Überschwemmungsflächen untersuchen“, so Tack.
Termine:
·
12. JUNI 2010 12 Uhr Beginn der Demonstration - Wir zahlen nicht für
Eure Krise!
Berlin, Rotes
Rathaus/Marienkirche (U-Bahn Alexanderplatz)
·
19.
JUNI 2010 10 Uhr Regionalkonferenz zu aktuellen Fragen der Landespolitik im
Stadthaus Potsdam u.a. mit Thomas Nord, Kerstin Kaiser, Ralf Christoffers,
Helmuth Markov und Volkmar Schöneburg
·
26. Juni 2010 10 Uhr
Regionalkonferenz zu aktuellen Fragen der Landespolitik im Ku-Stall
Strausberg u.a. mit
Dieser Wochenrückblick kann gern weitergeleitet werden.
Anmeldungen, Hinweise und Anregungen bitte an lgf@dielinke-brandenburg.de
Mit freundlichen Grüßen
im Auftrag von Maria Strauß und Thomas Nord
Matthias Osterburg