Wochenrückblick 19. Juni
bis 25. Juni 2010
DIE LINKE Brandenburg
in Aktion

Liebe Genossinnen und Genossen,
die Woche begann mit dem ersten Brandenburger Sozialgipfel,
der das so genannte Sparpaket der Bundesregierung scharf kritisierte. DIE LINKE
war nicht nur auf der Tagung selbst, sondern auch als einzige Partei mit einem
Infostand im Begleitprogramm der Beratung vertreten. Als Partei des Alltags
beweisen wir uns auch mit unserem Engagement für Datschennutzer und dem Kampf
für eine Verbesserung in den Kitas.
Noch immer also: Sozial mit aller Kraft, wie der
Wochenrückblick beweist. In diesem Sinne grüße ich euch ganz herzlich.
Landesvorsitzender
Kita-Gesetz auf gutem
Weg
Die rot-rote Regierungskoalition kann sich über eine breite
Unterstützung für das neue Kita-Gesetz freuen. «Die Verbände und Vertreter der
Kindertagesstätten begrüßen die Verbesserungen, die wir vorgenommen haben»,
erklärten die Bildungsexperten von SPD und Linkspartei, Jutta Lieske und
Erster Brandenburger
Sozialgipfel in Potsdam
Für die geplante Einführung eines
Mindestlohns bei öffentlichen Aufträgen und den im Juli startenden öffentlichen
Beschäftigungssektor erntete die rot-rote Landesregierung Lob von den
Teilnehmern des ersten Brandenburger Sozialgipfels. Er beschäftigte
sich am Montag in Potsdam mit der Situation armer Menschen. Betroffene und
Experten diskutierten über soziale Schieflagen und deren Auswirkungen. In
Brandenburg erhalten derzeit 13,5 Prozent aller Haushalte finanzielle
Unterstützung für ihren Lebensunterhalt. Rund 370 Teilnehmer verabschiedeten einen Aufruf zu
Protesten gegen die Sparpläne der schwarz-gelben Bundesregierung.
Sozialminister Günter Baaske (SPD) warnte vor den Folgen der Streichliste für
Brandenburg. Rund 28 000 Alleinerziehende würde der Wegfall des
Elterngeldes für Hartz IV-Empfänger treffen, die Kürzung der Regelsätze wirke
sich im Osten besonders stark aus.
Luc Jochimsen warb im
Landtag selbstbewusst auch um rot-grüne Stimmen
Am Dienstag stellte sich die Linke-Kandidatin für das
Bundespräsidentenamt, Luc
Jochimsen, im Potsdamer Landtag vor - in der eigenen Fraktion, aber
offen für alle. Tatsächlich waren mit der SPD-Abgeordneten Susanne Melior - als
offizielle Beobachterin für die Sozialdemokraten - sowie mit Ursula
Nonnenmacher und Michael Jungclaus von den Grünen zumindest ein paar
interessierte Nicht-Genossen erschienen. Jochimsen stellte sich als
selbstbewusste Kandidatin mit klaren linken Positionen vor und erntete viel
Zuspruch.
Landesregierung stellt
Nachwuchskräfte ein
Die Brandenburger Verwaltungen dürfen von sofort an 170
Nachwuchskräfte einstellen. Die Ressorts hätten am Mittwoch entsprechende
Planstellen erhalten, teilte das Finanzministerium mit. „So fördern wir
Nachwuchskräfte“, wird Staatssekretärin Daniela Trochowski in einer
Mitteilung zitiert. Sie freue sich, dass „wir die Möglichkeit schaffen
konnten, qualifizierten jungen Menschen einen Arbeitsplatz in der
brandenburgischen Landesverwaltung zu bieten.“ Nach drei Jahren sollen
die jungen Leute auf freiwerdende Stellen umgesetzt werden.
Bürgerbündnis auch in
Strausberg erfolgreich: Neonazi-Aufmarsch verhindert
Rund 500 Gegendemonstranten eines Bürgerbündnisses haben am
vergangenen Samstag den geplanten Aufmarsch der rechtsextremen
„Kameradschaft Märkisch Oder Barnim“ in Strausberg gestoppt. Einige
hundert Meter vom Bahnhof entfernt konnte eine Sitzblockade den
Demonstrationszug zur Umkehr zwingen. Mit dabei waren zahlreiche Genossinnen
und Genossen aus MOL und auch die Fraktionsvorsitzende der LINKEN
Schlechte Noten im
Schulvergleich
Die bildungspolitische Sprecherin der LINKEN
Rot-rot hilft
Dauernutzern von Datschen
In Brandenburg soll der Streit um dauerhaftes Wohnrecht in
Datschen entschärft werden. Künftig werde über jeden Einzelfall entschieden,
heißt es im Entwurf für einen Erlass an die Kommunen, den Infrastrukturminister
Jörg Vogelsänger (SPD) am Donnerstag im zuständigen Landtagsausschuss
vorstellte. Wer seit zehn Jahren auf den Wochenendgrundstücken lebt, kann
danach für weitere drei Jahre geduldet werden. Bei den über 70-Jährigen solle
dies bis zum Lebensende gelten, ebenso bei Menschen mit schweren Erkrankungen. Hintergrund für den Erlass sind
zahlreiche Konflikte in den Kommunen um die Dauernutzung von Kleingärten. Laut
Gesetz ist es nicht gestattet, ganzjährig in der Datsche zu wohnen. Wenn Fälle
bekannt werden, gehen Kommunen vielfach mit Nutzungsuntersagungen und auch
Klagen dagegen vor. Das soll sich nun ändern.
Linke will sorbische
Abgeordnete in Potsdam und Dresden
Vertreter der Linken in Sachsen und Brandenburg machen sich
für je zwei sorbische Abgeordnete in beiden Landtagen stark.
Potsdamer
Regionalkonferenz erfolgreich
Viele Fragen und Ermutigung gab es für die Minister der
LINKEN auf der dritten Regionalkonferenz am vergangenen Samstag in Potsdam. Im
Zentrum der Aufmerksamkeit standen jene Entscheidungen, die Akzente einer
sozialen Modernisierung des Landes setzen – insbesondere in den Bereichen
Bildung und Arbeit, von der man leben kann. Die vorerst letzte
Regionalkonferenz findet morgen in Strausberg statt.
Neue Kooperation in
Frankfurt (Oder)
Lange wurde
DIE LINKE in Frankfurt (Oder) als stärkste Fraktion von den anderen Parteien
ausgegrenzt. Nach der jüngsten Oberbürgermeisterwahl in der Oderstadt herrscht nun
ein neues politisches Klima. Am vergangenen Dienstag unterzeichneten
Oberbürgermeister Martin Wilke (parteilos) und alle im Stadtparlament
vertretenen Fraktionen und Parteien ein Handlungspapier über die
Zusammenarbeit. Martin Wilke bezeichnete das Eckpunkte-Papier als einen
gemeinsamen Ansatz, künftig parteiübergreifend Stadtentwicklung zu gestalten.
Insgesamt habe man sich auf elf zentrale inhaltliche Entwicklungsziele für die
Stadt und Grundregeln für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit verständigt. Mit
dieser neuen Kooperation ist DIE LINKE auch personell in einer neuen Rolle. Der
Linkspolitiker Frank Dahmen trägt in der Stadt als Beigeordneter nun
Verantwortung für die Bereiche Hauptverwaltung, Finanzen, Ordnung und
Sicherheit.
Der Vertragstext ist nachlesbar auf unserer Homepage.
Wochen-Ausblick
Der Brandenburger Landtag wird in
seiner nächsten Sitzung am 1. und 2. Juli unter anderem in einer aktuellen
Stunde über die Auswirkungen des unsozialen Sparpaketes der Bundesregierung auf
Brandenburg diskutieren. SPD und Linksfraktion tragen damit die Kritik an der
sozialen Unausgewogenheit ins Parlament, die jüngst auch auf dem Sozialgipfel
Wohlfahrtsverbände, Gewerkschaften, Kirchen und Arbeitsloseninitiativen zum
Ausdruck brachten. Das Parlament wird sich außerdem mit parlamentarischen Initiativen
der rot-roten Koalition befassen. So fordert ein Antrag beider Fraktionen, die
Potenziale zur Fachkräftesicherung in Brandenburg besser zu nutzen. Auch die
Vorbereitung auf die volle Arbeitnehmerfreizügigkeit ab 1. Mai 2011 beschäftigt
den Landtag. SPD und LINKE fordern wirksame Schritte hin zu einem gemeinsamen
deutsch-polnischen Arbeitsmarkt an Oder und Neiße. Die Politik soll Ängste in
der Bevölkerung ernst nehmen, zugleich aber deutlich machen, welche Chancen
sich gerade für unser Land durch die volle Arbeitnehmerfreizügigkeit bieten.
Außerdem wird ein gemeinsamer Antrag aller
Parlamentsfraktionen zur Zukunft der Kyritz-Ruppiner Heide behandelt. Dieser
fordert ein tragfähiges Gesamtkonzept für die Nachnutzung zu entwickeln.
Termine:
Dieser Wochenrückblick kann gern weitergeleitet werden.
Anmeldungen, Hinweise und Anregungen bitte an lgf@dielinke-brandenburg.de
Mit
freundlichen Grüßen
Landesgeschäftsführerin
DIE
LINKE Brandenburg
Alleestr.
3
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Potsdam
E-Mail:
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Tel.
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