Liebe Kolleginnen,
zum Internationalen Frauentag am 8. März 2010 übermitteln wir Ihnen unsere besten Wünsche und senden einen kleinen Blumengruß.
Einige von Ihnen werden sich fragen, ob es denn heute noch zeitgemäß ist, diesen Tag zu begehen. Ist es doch schon 100 Jahre her, dass Clara Zetkin auf der sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen mit Teilnehmerinnen aus 17 Ländern den Vorschlag zur Einrichtung eines Internationalen Frauentag unterbreitete.
Gründe dafür gab es viele: Einführung des Frauenwahlrechts, gleichen Lohn für gleiche Arbeit, Fürsorge für Mutter und Kind, Achtstundentag, Mindestlöhne und ein Arbeitsschutzgesetz, Abschaffung von Kinderarbeit.
In 100 Jahren konnte viel erreicht werden in punkto Gleichstellung von Frauen und Männern, vor allem auch, weil sich Frauen für Frauen engagieren.
2010 ist das europäische Jahr gegen Armut und soziale Ausgrenzung. Auch in Deutschland gibt es noch viel zu tun. So verdienen Frauen im Durchschnitt ein knappes Viertel weniger als Männer – bei gleicher Qualifikation. Im europäischen Vergleich ist Deutschland damit Schlusslicht bei der Gleichstellung. Nahezu jede zweite alleinerziehende Mutter lebt von Hartz IV und damit in Armut.
Chancengleichheit darf nicht zum Modewort verkommen, sondern muss tatsächlich gelebt werden, von allen für alle. Gleichstellungspolitik ist also ein aktuelles Thema. Wir möchten Sie ermutigen, dabei mitzutun.
Für ein gleichberechtigtes Miteinander von Frauen und Männern setzen wir uns ein.
Wir wünschen einen schönen und vielleicht auch nachdenklichen Tag.
Anita Tack, Ministerin
Karin Schulz, Gleichstellungsbeauftragte
Dr. Daniel Rühmkorf, Staatssekretär