2. Mai 2017

Eine gute Statistik ist kein Ruhekissen

Die gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch in Brandenburg  viele Beschäftigte Angst um ihren Arbeitsplatz haben. Oft sind es Managementfehler oder die Neuausrichtung von Unternehmen, die die Belegschaften vor vollendete Tatsachen stellen. Unternehmen werden nicht  immer ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht. Und es ist die Aufgabe der Politik,  Unternehmen immer wieder daran zu erinnern.

 

Gegenwärtig kämpfen die Kolleginnen und Kollegen bei der Tramper Niederlassung des Windradherstellers Senvion um ihren Job. Nach Gutsherrenart hat hier die US-Investmentgruppe Centerbridge entschieden, den Standort zu schließen. Auch die im vergangenen Jahr hart erstrittenen Arbeitsplätze im Bahnwerk Eberswalde sind noch nicht gesichert, die Kollegen von Kurzarbeit betroffen.  Insgesamt stehen damit in der Region um Eberswalde  rund 340 Industrie-Arbeitsplätze auf dem Spiel. An vielen Arbeitsplätzen hängt die Existenz der Familie. Auch im Bombardier-Bahnwerk Hennigsdorf  sorgen Hiobsbotschaften immer wieder für Unruhe und Unsicherheit. 

In Frankfurt (Oder) kämpft die Belegschaft von Astroenergie unterstützt von der Gewerkschaft um einen Tarifvertrag.  Die Löhne stagnieren seit zehn Jahren.  Auch hier ist es ein ausländischer Investor, der die Tarifverhandlungen blockiert und seiner Verantwortung nicht gerecht wird.

DIE LINKE solidarisiert sich mit den Kolleginnen und Kollegen, die um ihren Arbeitsplatz und um Gute Arbeit kämpfen. Wir sehen die Eigentümer und auch ausländische Investoren in Verantwortung für die Belegschaften.