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Gering Qualifizierte zunächst über Einfacharbeit raus aus Hartz IV

Brandenburgs Arbeitsministerin Karawanskij stellte heute die Ergebnisse der Studie „Einfacharbeit in Brandenburg – Beschäftigungspotenziale zur Integration von Langzeitarbeitslosen?“ vor. Dazu erklärt der Sprecher für Arbeitsmarktpolitik und Gewerkschaften Dr. Andreas Bernig:

Trotz guter Konjunktur und gestiegener Arbeitskraftnachfrage sind tausende Brandenburgerinnen und Brandenburger seit Jahren  vom Arbeitsmarkt abgeschnitten. Zwar ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen auch durch Landesprogramme wie „Integrationsbegleitung für Langzeitarbeitslose“ oder Sozialbetriebe in den letzten fünf Jahren um 40 Prozent gesunken, dennoch sind rund 33.100 Menschen in Hartz IV.

Besonders häufig von Langzeitarbeitslosigkeit bedroht sind Menschen ohne Berufsausbildung oder nur geringer beruflicher Qualifikationen. Diese könnten mit kurzen Einarbeitungsszeiten über sogenannte Einfacharbeit schnell integriert werden. Zum Beispiel als Lagerarbeiter, bei der Postzustellung oder im Reinigungsgewerbe.

Einfacharbeit kann aber nur als ein Zwischenschritt verstanden werden, denn nur Qualifizierung öffnet nachhaltig die Tür aus der Arbeitslosigkeit.

Bei der Einfacharbeit sollten die neuen  Möglichkeiten des Teilhabe-Chancen-Gesetz des Bundes ausgeschöpft werden. Davon profitieren Kommunen, Unternehmen, Gemeinnützige Vereine und die betroffenen Langzeitarbeitslosen. Besonders auch dann, wenn nicht nur der gesetzliche Mindestlohn, sondern Tariflohn gezahlt wird.

Hier setzen wir auch auf die Möglichkeiten der bestehenden Sozialbetriebe mit individualisierten Förderansätzen.