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Bürgermeister Reth Kalsow, Gemeindevertreter Ingo Zeithammer und Landtagsabgeordneter Dr. Andreas Bernig

Zwischen Gewerbegebiet und KITA-Kosten

Als ich zum Beginn der Wahlperiode  vor 5 Jahren beim Bürgermeister von Groß Kreutz Reth Kalsow war, machte ihm die Vermarktung des Gewerbegebiets Jeserig sorgen, weil der Investor pleite gegangen war. Jeder begab sich also auf seiner Strecke in die Spur. Über Anfragen im Landtag, Gesprächen mit den Banken, mit der ZAB/WFBB etc. wurde versucht einen Lösung zu finden. Inzwischen hat die Gemeinde das Gewerbegebiet erworben. Ein langer Weg, aber jetzt kann die Verwertung beginnen. Dran bleiben lohnt sich also! Auch der Bau der neuen Kita hat ziemlich lange gedauert. Vier Jahre Vorlauf sind einfach zu viel, sagt der Bürgermeister. Im Dezember nun soll der Rohbau für 100 Kinder  fertig sein. Und das ist auch dringend nötig, denn Reth Kalsow hat jährlich 70 Bauanträge auf dem Tisch. Aber wir haben nur noch 120 Baugrundstücke, sagt er. Der Landesentwicklungsplan (LEP-HR) ist da viel zu unflexibel. Er sieht zwar eine Verdopplung der Wohnbaufläche vor, aber die bereits im Flächennutzungsplan vorhandenen werden mitgerechnet. Und wir reden über eine Geltungsdauer des LEP-HR von 10 Jahren. Und gut findet er auch nicht, dass die Abgeordneten nicht über den LEP-HR entscheiden.  Groß Kreutz liegt an einer der Entwicklungsachsen mit der Bahnlinie R 1 und dem Berliner Ring. Die Zugtakte müssten weiter erhöht werden, aber da gibt es Grenzen. Hier zeige sich, dass die Privatisierung der DB eine großer Fehler, war und die der Telekom auch, so der Bürgermeister. Da können wir nur zustimmen. Bei der Kitafinanzierung gingen dann die Meinungen auseinander. Die Spannbreite reichte von kostenloser Kita bis hin zu dem bekannten Spruch: ¨Was nicht´s kostet ist auch nicht´s Wert“. Und Reth Kalsow kann das belegen. Seitdem das Essen kostenfrei ist, melden die Eltern ihre Kinder nicht mehr vom Essen ab. So gehen im Durschnitt bis zu 40 Mahlzeiten verloren. Auf jeden Fall müsse das Kita-Gesetz geändert werden, um endlich eindeutige Regelungen zu den Kita-Gebühren zu erreichen. Da konnten wir berichten, daß das Gesetz in Arbeit ist.

Die Gesprächspartner sind sich einig: Für die Jugend wird schon einen ganze Menge getan, aber wo bleiben die Senioren? Hier muss in Zukunft mehr passieren, wird vereinbart!

 

Dr. Andreas Bernig